Spielberichte

SWE II bleibt auch im 7. Spiel in Folge ungeschlagen

Regionalliga Ost
Momi erfurt 0705

Am vergangenen Wochenende stand für unser Team ein Doppel-Auswärtsspiel auf dem Programm – mit Stationen in Mickten und Görlitz. Zwei Spiele, zwei Tiebreaks, zwei Siege – aber vor allem zwei echte Kraftakte, die uns als Mannschaft noch enger zusammengeschweißt haben.

Das erste Spiel in Dresden-Mickten entwickelte sich von Beginn an zu einer intensiven und langwierigen Partie. Ohne Kapitänin Rosa Tetzel, die ihren ersten Einsatz in der 1. Bundesliga gegen den SSC Palmberg Schwerin hatte, konnten wir die Mittelblock-Position glücklicherweise noch mit Florentine Hoßbach nachbesetzen, die diese Aufgabe erneut mit Bravour meisterte. Trotzdem war die Auswechselbank dieses Mal sehr dünn besetzt und somit hieß das Motto: Kämpfen und durchbeißen! Keines der beiden Teams schenkte sich etwas, jeder Punkt war hart umkämpft. Lange Ballwechsel, starke Abwehraktionen und viel Einsatz auf beiden Seiten prägten das Spielgeschehen. Nach verlorenem ersten Satz (18:25) konnten wir die folgenden beiden Sätze klar gewinnen (25:18, 25:16). Im vierten Satz verloren wir jedoch etwas den Faden und gerieten phasenweise unter Druck (19:25). Folgerichtig ging es in den Tiebreak. Wir blieben ruhig und hielten als Team zusammen. Mit Nervenstärke und nach großem Kampf konnten wir am Ende den 15:12-Satzgewinn und 3:2-Auswärtssieg feiern.

Mit nur vier Wechseln in fünf Sätzen war es eine Mammutaufgabe für alle Spielerinnen auf dem Feld, die wir aber erneut mit Druck und Kampf für uns entscheiden konnten.

MVP des Spiels wurde Zuspielerin Zoe Jíchová.

Am zweiten Tag wartete die tabellarisch sogar noch größere Aufgabe auf uns und die Ausgangslage schien noch ungünstiger zu sein. Durch Krankheiten und das parallel stattfindende U18-Finale der Landesmeisterschaft mussten wir sogar die "Veteranin" Jette Schäfer reaktivieren, die mit ihrer Erfahrung aus vielen Jahren Bundesliga sowie ihrer Ruhe zum - ich nehme es vorweg - Tageserfolg beitragen konnte. Die Müdigkeit des Vortages war spürbar, doch der Wille, erneut zu punkten, überwog. Wieder entwickelte sich ein enges Match mit wechselnden Führungen und schwierigen Spielphasen, in denen wir uns erst wieder herankämpfen mussten. Doch genau in diesen Momenten zeigte sich unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Jede Spielerin übernahm Verantwortung, unterstützte die anderen und trug zum gemeinsamen Erfolg bei. Mit einer furiosen Aufholjagd gewannen wir den ersten Satz mit 25:23. Fast das gleiche Bild bot sich im zweiten Satz, jedoch war dort die Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt (23:25). Im dritten Satz lief dann nicht mehr viel zusammen und fast schien es, als ob die Siegesserie reißen würde. Aber erneut wendete sich das Blatt und wir kämpften uns fast bis zum Umfallen mit einem 25:19-Satzgewinn in den Tiebreak. Dort überrollten wir die Görlitzerinnen und erarbeiteten uns beim 14:9 einige Satzbälle. Das sollte es jedoch noch nicht gewesen sein und so kämpfte sich dieses Mal Görlitz bis zum 14:14-Ausgleich heran. Auch wenn sich die Gastgeberinnen beeindruckend wehrten, konnten sie den finalen Ballwechsel nach einer filmreifen Rettungsaktion von Mia Günther nicht mehr gewinnen. Beim Stand von 16:14 fielen wir uns schließlich überglücklich in die Arme und feierten unseren nun mittlerweile 7. Sieg in Folge.

MVP des Spiels wurde Libera Alina Winkler.


Unterm Strich war es ein Wochenende voller Emotionen, Anstrengungen und echter Teamleistung. Trotz verlorener Sätze und schwieriger Phasen haben wir bis zum Schluss gekämpft und uns am Ende mit zwei hart erarbeiteten Siegen belohnt. Diese Spiele haben gezeigt, dass Zusammenhalt, Einsatz und Durchhaltevermögen den Unterschied machen können.

Bild: @franzpsps_