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Ohne Vier in Liga zwei: Neue Zeitrechnung für SWE-Damen

Erfurt. Volleyballerinnen des VT Erfurt müssen Kapitän Annika Müller, Manja Noack, Maria Völker und Juliane Flessa ersetzen.

Die Zweitliga-Saison 2013/14 ist seit einiger Zeit Geschichte. Die Damen des SWE-Volleyteams haben - schon traditionsgemäß - oben mitgemischt und am Ende Rang drei belegt. Eine Platzierung, die Trainer Heiko Herzberg in etwa so vorgegeben hatte.

Bei all dem Hickhack um einen nun nicht mehr thematisierten Zusammenschluss mit Erstligist VfB Suhl, der schon mal unter dem künftigen gemeinsamen Namen "Volleystars Thüringen" firmiert hatte, ist Rang drei positiv zu bewerten.

Dennoch: Der Abstand mit acht Zählern auf Meister Straubing und fünf auf "Vize" Sonthofen war deutlicher als erwartet und zuvorderst der Leistungsunausgewogenheiten selbst innerhalb einer Partie geschuldet.

Alles Schnee von gestern. In die neue, am 20. September mit einer Auswärtspartie in Straubing beginnenden Saison geht das Trainerduo Heiko Herzberg/Grzegorz Bienkowski mit stark verändertem Kader. Gezwungenermaßen! Denn mit Kapitän Annika Müller (beruflich), Zuspielerin Manja Noack (Verein verlassen), Juliane Flessa, Maria Völker (beide Studium) und Ekaterina Soloninkina (zweite Mannschaft) sind fünf teilweise das Niveau bestimmende Spielerinnen ausgeschieden. Da der sehr junge Nachwuchs (14-,15-jährig) nach Herzbergs Einschätzung noch nicht so weit ist, muss man auf dem Transfermarkt aktiv sein und werden. "Wir suchen zwei Außenangreiferinnen mit Annahmebefähigung, einen Diagonalspielerin und eine auf Zuspiel. Dafür sind wir schon seit längerem aktiv auf Suche. Und sie müssen vor allem in unser Budget passen."

Zwei junge Neuzugänge wurden schon gefunden

Zumindest auf der Annahme- und Außenangriffsposition ist man - und das sogar doppelt - fündig geworden. Die 19-jährige Larissa Claaßen, zuletzt für das Idaho North College in den USA spielend, will in Erfurt ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre fortsetzen und hat einen Zweijahresvertrag beim Erfurter Volleyteam unterschrieben. Außerdem verstärkt die 18-jährige Nadine Hones von Drittligist TV Villingen das SWE-Team.

Nach einem kurzen "Wiederbelebenstraining" geht es erst einmal in eine Übungspause, bis am 11. August der Trainingsernst für das Zweitliga-Leben mit möglicherweise weiteren neuen Spielerinnen beginnt.

Dass der heiße Start in die Saison mit der Partie beim Titelträger und eigentlichen Erstliga-Aufsteiger Straubing steigt, ist auf den ersten Blick verwunderlich. Denn nicht nur in Erfurt hängen die finanziellen Trauben sehr hoch, sodass nicht nur Straubing, sondern auch Vizemeister Sonthofen aus eben diesem Grund auf das Aufstiegsrecht verzichtet haben. Ergo wird es wieder eine knallharte Saison geben, in der es auch aufgrund des leistungsmäßigen Zusammenrückens aller Mannschaften für die SWE-Damen sicher noch einen Tick schwieriger wird, dem Anspruch, oben mitzumischen, gerecht werden zu können.

Man darf gespannt sein, ob das zwingend nötige neue Personal, das die Trainer auf dem Zettel haben, die ausgeschiedenen Leistungsträgerinnen einigermaßen vergessen machen können.


Manfred Höner / 16.07.14 / TA

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